„Müssen die Bücher denn wirklich alle mit?“ – diese oder ähnliche Fragen standen immer zu Beginn unserer Urlaube in meiner Jugend. Ja, sie mussten! Pro Woche konnten das schon mal zwei bis drei Bücher sein, mit Vorliebe romantische Jugend- und Fantasyromane sowie Detektivgeschichten.
Mein Studium der Allgemeinen Pädagogik führte mich davon schließlich vermeintlich weg. Aus Fantasy wurde Sachtext, aus Romanze Literaturrecherche. Hinzu kamen Hausarbeiten, Prüfungen, Freunde und schließlich der Alltag.
Nach dem Studium begann – wie bei vielen – irgendwie eine Zeit der Selbstfindung. Ich arbeitete in verschiedenen Kinderkrippen und ergänzte dort mein theoretisches Wissen durch praktische Kompetenzen. Und wieder änderten sich die Genres der Bücher, die mich nun begleiteten: Kinder-Literatur jeder Art und für unterschiedliche Altersstufen. Neu in meinen Fokus rückte nun die Bewertung der Eignung. Ist das das richtige Buch für das Kind? Fördert es eine Kompetenz, die gerade im Fokus der Kindesentwicklung steht?
Dann kam die Pandemie mit viel Zeit, Büchern, Backen, Kochen, Reisen (soweit möglich), Wandern sowie Hörspielen und -büchern. Diese Zeit zeigte mir, dass ich, zumindest in Bezug auf meinen Job, nicht dort angekommen war, wo ich hinwollte, und gab mir den Mut dazu zu stehen und einen Schlussstrich zu ziehen.
Ich wandte mich wieder den Büchern zu. Sie entführten mich erneut in Welten, die voller Abendteuer und Romantik waren, von starken Frauen, die ihren Weg gingen. Und am Ende stand immer das Happy End, das Glück der Protagonistin oder des Protagonisten. Ein Happy End, das wünschte ich mir für meine Suche nach meiner Berufung auch.
Ein Tipp einer befreundeten Autorin brachte mich schließlich auf einen Beruf, der meine Passion für Literatur, meinen mittlerweile analytischen Blick auf Texte und mein strukturiertes Denken und Arbeiten vereinte: Lektorin! Das klang nach einer spannenden und abwechslungsreichen sowie sinnstiftenden Aufgabe!
Und hier bin ich also:
Christine Bauernfeind, Leseratte, Diplom Pädagogin, Erzieherin, Zuhörerin, aufmerksame Leserin, Abenteurerin, Weltentdeckerin, Bäckerin, Köchin, Romantikerin …
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